Festplatte überprüfen: HDD & SSD unter Windows 11 testen

5 Min.

Aktualisiert am 2026-08-19 11:13:30 auf Festplatte

Eine langsame Festplatte, beschädigte Dateien oder plötzlich auftretende Windows-Fehler bedeuten nicht automatisch, dass Ihre HDD oder SSD defekt ist. Wenn Sie Ihre Festplatte überprüfen möchten, sollten Sie zwei Dinge getrennt betrachten: mögliche Fehler im Dateisystem und den tatsächlichen Zustand des Laufwerks.

Windows 11 bietet dafür mehrere integrierte Werkzeuge. Mit der Fehlerüberprüfung und CHKDSK lassen sich Dateisystemprobleme finden, während SMART-Daten und PowerShell zusätzliche Hinweise auf Temperatur, Fehler, Betriebsdauer und Verschleiß einer HDD oder SSD liefern können.

In diesem Ratgeber zeigen wir, wie Sie eine Festplatte prüfen, eine HDD oder SSD auf Fehler testen und Warnzeichen richtig bewerten. Außerdem erfahren Sie, was zu tun ist, wenn während der Überprüfung bereits Dateien fehlen oder das Laufwerk nicht mehr normal geöffnet werden kann.

Festplatte überprüfen unter Windows 11 – HDD und SSD testen

Festplatte überprüfen: Welche Methode ist die richtige?

Nicht jedes Prüfwerkzeug beantwortet dieselbe Frage. Bevor Sie Ihre HDD oder SSD testen, sollten Sie deshalb festlegen, was genau überprüft werden soll.

Was möchten Sie prüfen? Geeignete Methode Wofür geeignet?
Dateisystemfehler Windows-Fehlerüberprüfung Schneller erster Check des Laufwerks
Fehler auf einem Laufwerk CHKDSK Dateisystem prüfen und bestimmte Fehler beheben
Zustand einer HDD oder SSD SMART Verschleiß und mögliche Hardware-Warnzeichen erkennen
Temperatur und Zuverlässigkeitswerte PowerShell Detailliertere Laufwerksinformationen abrufen
SSD-Verschleiß SMART / Herstellerdaten Zustand einer älteren SSD einschätzen
Verlorene oder unzugängliche Dateien Datenrettung Daten vor weiteren Änderungen wiederherstellen
Wichtig

Eine Dateisystemprüfung und eine Gesundheitsprüfung sind nicht dasselbe. CHKDSK kontrolliert vor allem das Dateisystem und dessen Metadaten. Für eine bessere Einschätzung des tatsächlichen HDD- oder SSD-Zustands sollten zusätzlich SMART- beziehungsweise Zuverlässigkeitswerte betrachtet werden.

Microsoft beschreibt CHKDSK als Windows-Werkzeug zum Überprüfen eines Volumes auf logische und physische Fehler im Dateisystem. Weitere technische Details finden Sie in der offiziellen Microsoft-Dokumentation zu CHKDSK.

1. Festplatte mit der Windows-Fehlerüberprüfung prüfen

Für einen schnellen ersten Test brauchen Sie keine zusätzliche Software. Windows 11 verfügt über eine grafische Fehlerüberprüfung, mit der sich ein Laufwerk auf Dateisystemprobleme kontrollieren lässt. Diese Methode eignet sich besonders für Nutzer, die ihre Festplatte auf Fehler prüfen möchten, ohne Befehle in der Eingabeaufforderung einzugeben.

  • Öffnen Sie den Datei-Explorer und klicken Sie auf Dieser PC.

  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die HDD, SSD oder externe Festplatte, die Sie überprüfen möchten, und wählen Sie Eigenschaften.

  • Wechseln Sie zur Registerkarte Tools. Klicken Sie unter Fehlerüberprüfung auf Prüfen und folgen Sie den Anweisungen von Windows.

    Festplatte unter Windows 11 mit der Fehlerüberprüfung prüfen

Die Windows-Fehlerüberprüfung ist ein sinnvoller erster Schritt, wenn Dateien nicht richtig geöffnet werden, Windows Laufwerksfehler meldet oder Sie eine externe Festplatte testen möchten.

Sie zeigt jedoch nicht automatisch, wie stark eine SSD bereits verschlissen ist oder wie der allgemeine Gesundheitszustand der Hardware aussieht. Dafür sind die weiter unten beschriebenen SMART- und Zuverlässigkeitswerte hilfreicher.

Falls Sie zunächst nicht wissen, welcher Laufwerkstyp in Ihrem PC verbaut ist, lesen Sie auch: Welche Festplatte habe ich – SSD oder HDD?

2. Festplatte mit CHKDSK testen

Wenn Sie Ihre Festplatte testen und Dateisystemfehler genauer untersuchen möchten, können Sie das in Windows integrierte Kommandozeilenprogramm CHKDSK verwenden.

Öffnen Sie dafür die Eingabeaufforderung als Administrator. Für eine reine Prüfung von Laufwerk C geben Sie folgenden Befehl ein:

chkdsk C:

Windows kontrolliert das Volume und zeigt den aktuellen Status an, ohne gefundene Fehler automatisch zu reparieren.

Sollen erkannte Dateisystemfehler behoben werden, verwenden Sie:

chkdsk C: /f

Für eine zusätzliche Suche nach fehlerhaften Sektoren können Sie folgenden Befehl verwenden:

chkdsk C: /r

Microsoft zufolge behebt der Parameter /f Fehler auf dem Datenträger. /r sucht zusätzlich nach fehlerhaften Sektoren und versucht, noch lesbare Informationen wiederherzustellen. Der Parameter /r enthält dabei auch die Funktionen von /f.

Festplatte mit CHKDSK unter Windows 11 testen
Hinweis

Bei einem Systemlaufwerk kann Windows verlangen, die Prüfung beim nächsten Neustart auszuführen. Ein laufender CHKDSK-Vorgang sollte möglichst nicht unnötig unterbrochen werden.

Eine ausführliche Erklärung weiterer Befehle und Startmöglichkeiten finden Sie in unserem Ratgeber CHKDSK ausführen: 6 Wege zum Prüfen der Festplatte.

3. HDD und SSD mit SMART überprüfen

Wer nicht nur Dateisystemfehler finden, sondern den tatsächlichen Zustand der Festplatte prüfen möchte, sollte zusätzlich SMART- beziehungsweise Zuverlässigkeitsinformationen berücksichtigen.

SMART steht für Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology. Viele moderne HDDs und SSDs stellen darüber Informationen bereit, anhand derer sich bestimmte Auffälligkeiten und Verschleißerscheinungen erkennen lassen.

Wichtige SMART-Werte bei einer HDD

  • Reallocated Sectors: Zeigt Sektoren, die wegen Problemen bereits durch Reservebereiche ersetzt wurden.
  • Current Pending Sectors: Kann auf derzeit instabile oder schwer lesbare Sektoren hinweisen.
  • Uncorrectable Errors: Zeigt Fehler, die vom Laufwerk nicht korrigiert werden konnten.
  • Power-On Hours: Gibt Hinweise darauf, wie lange das Laufwerk bereits betrieben wurde.
  • Temperature: Hilft dabei, ungewöhnlich hohe Laufwerkstemperaturen zu erkennen.

Wichtige Werte bei einer SSD

  • Wear / Verschleiß: Hilft bei der Einschätzung der bisherigen NAND-Nutzung.
  • Temperatur: Zeigt die aktuelle Betriebstemperatur des Laufwerks.
  • Power-On Hours: Gibt die bisherige Betriebsdauer an.
  • Lese- und Schreibfehler: Können bei zunehmenden Auffälligkeiten relevant sein.
  • Available Spare: Wird von manchen SSDs und NVMe-Laufwerken als Reservewert bereitgestellt.
Tipp

Bewerten Sie nicht nur einen einzelnen SMART-Wert. Welche Attribute und Grenzwerte tatsächlich relevant sind, hängt vom jeweiligen Laufwerksmodell und Hersteller ab.

4. SMART-Werte und SSD-Zustand mit PowerShell auslesen

Windows kann bestimmte Informationen über physische Datenträger direkt über PowerShell anzeigen. Diese Methode ist besonders interessant, wenn Sie SMART-Werte auslesen oder den SSD-Zustand prüfen möchten, ohne sofort ein zusätzliches Diagnoseprogramm zu installieren.

Öffnen Sie zunächst PowerShell mit Administratorrechten und geben Sie folgenden Befehl ein:

Get-PhysicalDisk

Damit erhalten Sie eine Übersicht über die von Windows erkannten physischen Datenträger. Je nach Hardware werden unter anderem der Laufwerkstyp und der Betriebszustand angezeigt.

Für detailliertere Zuverlässigkeitsinformationen können Sie anschließend folgenden Befehl verwenden:

Get-PhysicalDisk | Get-StorageReliabilityCounter

Microsoft beschreibt Get-StorageReliabilityCounter als Cmdlet zum Abrufen von Zuverlässigkeitswerten eines physischen Datenträgers. Dazu können – abhängig von Laufwerk und Controller – Informationen zu Temperatur, Fehlern, Verschleiß und Betriebsdauer gehören.

SMART-Werte und SSD-Zustand mit PowerShell auslesen

Die genaue Bedeutung der verfügbaren Werte können Sie in der Microsoft-Dokumentation zu Get-StorageReliabilityCounter nachlesen.

Hinweis

Nicht jede HDD, SSD oder jeder Speichercontroller stellt sämtliche Zuverlässigkeitswerte für Windows bereit. Ein leeres Feld bei „Wear“ oder einem Fehlerzähler bedeutet daher nicht automatisch, dass das Laufwerk fehlerhaft oder vollständig gesund ist.

5. SSD prüfen: Verschleiß und mögliche Fehler erkennen

Eine SSD besitzt keine beweglichen Magnetscheiben wie eine klassische HDD. Trotzdem können Flash-Speicherzellen nur eine begrenzte Anzahl an Schreibvorgängen bewältigen. Wenn Sie eine ältere SSD prüfen oder die SSD auf Fehler prüfen möchten, sollten Sie deshalb neben Dateisystemfehlern auch den Verschleiß und die Zuverlässigkeitswerte berücksichtigen.

Gesundheits- und Verschleißanzeige prüfen

Viele SSDs beziehungsweise Diagnoseprogramme geben einen Gesundheits- oder Verschleißwert aus. Dabei sollte stets berücksichtigt werden, wie der jeweilige Hersteller diesen Wert definiert.

Temperatur kontrollieren

Zeigt die SSD dauerhaft ungewöhnlich hohe Temperaturen, sollten Sie die Kühlung, den Luftstrom im Gehäuse und die vom Hersteller angegebenen Temperaturgrenzen kontrollieren.

Lese- und Schreibfehler beobachten

Einzelne Zähler sind nicht automatisch ein Beweis für einen Defekt. Steigen unkorrigierbare Fehler jedoch an und treten gleichzeitig Dateifehler oder Verbindungsabbrüche auf, sollten wichtige Daten möglichst früh gesichert werden.

Betriebsdauer richtig einordnen

Viele Betriebsstunden allein bedeuten nicht, dass eine SSD unmittelbar ausfallen wird. Zusammen mit Verschleiß, Temperatur, Fehlerwerten und Warnmeldungen können sie jedoch helfen, den Gesamtzustand besser einzuschätzen.

Wird Ihre SSD dagegen gar nicht mehr in Windows angezeigt, lesen Sie unseren separaten Ratgeber: SSD wird unter Windows 11/10 nicht erkannt – was tun?

6. Festplatte mit CrystalDiskInfo überprüfen

Wer die Laufwerkswerte lieber über eine grafische Benutzeroberfläche kontrollieren möchte, kann ein Diagnoseprogramm wie CrystalDiskInfo verwenden.

Nach Angaben des Entwicklers ist CrystalDiskInfo ein HDD- und SSD-Dienstprogramm, das unter anderem SMART unterstützt und teilweise auch USB-, RAID- und NVMe-Laufwerke auslesen kann.

  • Gesundheitsstatus einer HDD oder SSD anzeigen
  • Temperatur des Laufwerks kontrollieren
  • SMART-Informationen übersichtlich darstellen
  • Betriebsstunden und weitere Laufwerksinformationen einsehen
Festplatte mit CrystalDiskInfo und SMART überprüfen

Wenn Sie das Tool verwenden möchten, laden Sie es am besten direkt über die offizielle CrystalDiskInfo-Webseite herunter.

Tipp

CrystalDiskInfo kann bei der Diagnose helfen, ersetzt aber weder ein aktuelles Backup noch eine professionelle Untersuchung bei einem vermuteten physischen Festplattenschaden.

7. Ist meine Festplatte defekt? Ergebnisse richtig bewerten

Nachdem Sie die Festplatte überprüft haben, ist die Interpretation der Ergebnisse wichtiger als der Test selbst. Nicht jede Warnung bedeutet, dass ein Laufwerk sofort ausfällt. Gleichzeitig sollten deutliche Anzeichen für Datenverlust nicht ignoriert werden.

Zustand 1: Keine Auffälligkeiten

Windows meldet keine Fehler und auch SMART beziehungsweise die Zuverlässigkeitswerte zeigen keine offensichtlichen Warnungen. In diesem Fall können Sie das Laufwerk normalerweise weiterverwenden.

Trotzdem sollten wichtige Dateien regelmäßig gesichert werden. Auch eine aktuell unauffällige HDD oder SSD bietet keine Garantie gegen einen späteren Ausfall.

Zustand 2: Warnungen oder auffällige Werte

Zeigt das Laufwerk SMART-Warnungen, zunehmende Fehler oder starken Verschleiß, sollten Sie wichtige Daten möglichst bald auf ein anderes Speichermedium kopieren.

  • Wichtige Dateien zuerst sichern.
  • Unnötige Schreibvorgänge auf dem betroffenen Laufwerk vermeiden.
  • SMART-Werte nach einiger Zeit erneut kontrollieren.
  • Bei zunehmenden Fehlern einen Austausch des Laufwerks einplanen.

Zustand 3: Dateien fehlen oder Partition ist nicht zugänglich

Sind Dateien bereits verschwunden, wurde eine Partition versehentlich formatiert oder erscheint das Laufwerk beziehungsweise eine Partition als RAW, geht es nicht mehr nur um eine Festplattenprüfung. In diesem Fall sollte die Wiederherstellung wichtiger Daten vor weiteren Reparatur- oder Formatierungsversuchen Priorität haben.

Zustand 4: Verdacht auf physischen Defekt

Klickende oder schleifende Geräusche einer HDD, starke mechanische Auffälligkeiten, wiederholte Verbindungsabbrüche oder ein Laufwerk, das überhaupt nicht mehr erkannt wird, können auf einen ernsteren Hardwarefehler hinweisen.

Warnung

Bei einem vermuteten schweren physischen Defekt sollten Sie nicht wahllos immer neue Schreib-, Reparatur- oder Scanvorgänge durchführen. Sind die Daten besonders wichtig, kann ein professioneller Datenrettungsdienst die sinnvollere Option sein.

Festplatte fehlerhaft und Dateien fehlen: Daten zuerst wiederherstellen

Windows-Werkzeuge wie CHKDSK sind vor allem dafür gedacht, ein Dateisystem zu überprüfen und bestimmte Fehler zu bearbeiten. Wenn Dateien bereits gelöscht, formatiert oder nicht mehr zugänglich sind, handelt es sich dagegen um eine andere Aufgabe: die Datenwiederherstellung.

Für diesen Fall können Sie 4DDiG Windows Data Recovery verwenden. Die Software ist für die Wiederherstellung verlorener Dateien von internen HDDs und SSDs, externen Festplatten und weiteren Speichermedien vorgesehen.

Wann eignet sich 4DDiG Windows Data Recovery?

  • Dateien wurden versehentlich gelöscht.
  • Daten fehlen nach einem Festplatten- oder Dateisystemfehler.
  • Eine Partition wurde formatiert oder ist verloren gegangen.
  • Eine zugängliche HDD, SSD oder externe Festplatte zeigt wichtige Dateien nicht mehr an.
  • Daten sind nach RAW-Problemen oder anderen logischen Speicherproblemen nicht mehr erreichbar.

Welche Funktionen sind in diesem Szenario hilfreich?

  • HDD- und SSD-Scan: Interne und externe Speichermedien können nach verlorenen Dateien durchsucht werden.
  • Dateifilter: Ergebnisse lassen sich nach Dateitypen und Kategorien eingrenzen.
  • Suche: Bestimmte verlorene Dateien können gezielt gesucht werden.
  • Vorschau: Unterstützte gefundene Dateien lassen sich vor der Wiederherstellung prüfen.
  • Verschiedene Datenverlustszenarien: Dazu gehören unter anderem Löschen, Formatierung, RAW-Probleme und verlorene Partitionen.

Ausführliche Informationen zu unterstützten Geräten und Dateisystemen finden Sie auch in den technischen Daten von 4DDiG Data Recovery.

Verlorene Festplattendaten in 3 Schritten wiederherstellen

  • Festplatte auswählen: Laden Sie 4DDiG Windows Data Recovery herunter, installieren und starten Sie das Programm. Wählen Sie anschließend die HDD, SSD oder externe Festplatte aus, auf der Ihre Dateien verloren gegangen sind.

    Festplatte in 4DDiG Windows Data Recovery auswählen
  • Nach verlorenen Dateien scannen: Starten Sie den Scan. Nutzen Sie anschließend Dateitypen, Suche und Filter, um die gewünschten Dateien leichter zu finden.

    Fehlerhafte Festplatte mit 4DDiG nach verlorenen Dateien scannen
  • Dateien prüfen und wiederherstellen: Sehen Sie sich gefundene Dateien in der Vorschau an, wählen Sie die benötigten Daten aus und speichern Sie sie an einem sicheren Speicherort.

    Verlorene Festplattendaten mit 4DDiG in der Vorschau prüfen und wiederherstellen
Wichtig

Speichern Sie wiederhergestellte Dateien möglichst nicht auf derselben Partition, auf der sie verloren gegangen sind. Dadurch reduzieren Sie das Risiko, noch nicht wiederhergestellte Daten zu überschreiben.

Die vollständige Bedienungsanleitung finden Sie im 4DDiG Windows Data Recovery Benutzerhandbuch.

KOSTENLOSER DOWNLOAD

Sicherer Download

KOSTENLOSER DOWNLOAD

Sicherer Download

Hinweis

4DDiG Windows Data Recovery ist eine Datenrettungssoftware. Sie ersetzt keine SMART-Diagnose und kann keinen physischen Defekt einer HDD oder SSD reparieren.

FAQ zur Festplattenprüfung unter Windows 11

Wie kann ich meine Festplatte unter Windows 11 überprüfen?

Für einen schnellen Check öffnen Sie Datei-Explorer > Dieser PC > Laufwerk > Eigenschaften > Tools > Fehlerüberprüfung. Für eine genauere Dateisystemprüfung können Sie zusätzlich CHKDSK einsetzen. Möchten Sie den Gesundheitszustand einer HDD oder SSD beurteilen, sollten Sie auch SMART- beziehungsweise Zuverlässigkeitswerte überprüfen.

Wie erkenne ich, ob meine Festplatte defekt ist?

Mögliche Warnzeichen sind wiederholte Lese- oder Schreibfehler, auffällige SMART-Werte, instabile Sektoren, häufige Verbindungsabbrüche oder ungewöhnliche mechanische Geräusche einer HDD. Ein einzelner Wert reicht jedoch normalerweise nicht aus, um den Zustand sicher zu beurteilen.

Wie kann ich meine SSD auf Fehler prüfen?

Prüfen Sie zunächst das Dateisystem mit der Windows-Fehlerüberprüfung oder CHKDSK. Anschließend können Sie mit PowerShell, der Software des SSD-Herstellers oder einem SMART-Tool wie CrystalDiskInfo zusätzliche Informationen zu Temperatur, Fehlern, Betriebsdauer und Verschleiß auslesen.

Kann CHKDSK feststellen, ob eine SSD kaputt ist?

Nicht vollständig. CHKDSK kontrolliert vor allem das Dateisystem und die Dateisystem-Metadaten eines Volumes. Für eine Einschätzung des tatsächlichen SSD-Zustands sollten zusätzlich SMART- beziehungsweise Zuverlässigkeitswerte betrachtet werden.

Was tun, wenn bei der Festplattenprüfung Fehler gefunden werden?

Bei einfachen Dateisystemfehlern können die Windows-Fehlerüberprüfung oder CHKDSK helfen. Zeigen SMART-Werte dagegen deutliche Warnungen, sollten Sie wichtige Daten zuerst sichern. Sind Dateien bereits verloren oder nicht mehr zugänglich, sollte die Datenrettung vor weiteren Änderungen am Laufwerk erfolgen. Bei einem vermuteten physischen Defekt sollten unnötige Zugriffe vermieden und bei besonders wichtigen Daten professionelle Hilfe erwogen werden.

Fazit: Festplatte regelmäßig überprüfen und richtig reagieren

Wer seine Festplatte regelmäßig überprüft, kann Dateisystemprobleme und mögliche Warnzeichen eines Laufwerksausfalls früher erkennen. Für einen schnellen Check reichen häufig die Windows-Fehlerüberprüfung und CHKDSK. SMART-Daten, PowerShell oder CrystalDiskInfo liefern zusätzliche Informationen, wenn Sie den Zustand einer HDD oder SSD prüfen möchten.

Entscheidend ist anschließend die richtige Reaktion: Bei einem unauffälligen Laufwerk genügt in der Regel ein regelmäßiges Backup. Treten SMART-Warnungen oder zunehmend Fehler auf, sollten wichtige Daten möglichst früh auf ein anderes Laufwerk kopiert werden.

Sind Dateien bereits verschwunden, wurde eine Partition formatiert oder sind Daten aufgrund eines logischen Festplattenfehlers nicht mehr erreichbar, können Sie mit 4DDiG Windows Data Recovery nach wiederherstellbaren Dateien suchen und gefundene Daten vor der Wiederherstellung prüfen. Bei einem schweren physischen Defekt sollte dagegen eine professionelle Datenrettung in Betracht gezogen werden.

KOSTENLOSER DOWNLOAD

Sicherer Download

KOSTENLOSER DOWNLOAD

Sicherer Download

Andreas Dietrich (Chefredakteur)

Andreas Dietrich ist der Technischer Autor und Redakteur von 4DDiG. Er hat mehr als 8 Jahre Erfahrung im Bereich der technischen Dokumentation.

(Klicken Sie hier, um diesen Beitrag zu bewerten)

Sie haben mit 4,5 bewertet  ( Menschen waren beteiligt)