Die Datei oder das Verzeichnis ist beschädigt und nicht lesbar: Daten retten & Fehler beheben

Erscheint unter Windows die Meldung „Die Datei oder das Verzeichnis ist beschädigt und nicht lesbar“? Erfahren Sie, wann Sie zuerst Daten retten sollten und wie Sie den Fehler mit CHKDSK, Fehlerprüfung oder Formatierung beheben.

5 Min.

Aktualisiert am 2026-07-02 15:58:24 auf Windows-Probleme

Sie möchten ein Laufwerk, einen Ordner oder eine einzelne Datei öffnen – und plötzlich erscheint die Windows-Meldung: Die Datei oder das Verzeichnis ist beschädigt und nicht lesbar. Der Zugriff ist blockiert, der Datei-Explorer reagiert nicht wie gewohnt, und oft ist nicht sofort klar, ob nur das Dateisystem beschädigt ist oder ob echte Daten verloren gegangen sind.

Wichtig ist jetzt die richtige Reihenfolge: Wenn auf dem betroffenen Laufwerk noch wichtige Dateien liegen, sollten Sie nicht sofort formatieren oder aggressive Reparaturbefehle ausführen. In dieser Anleitung erfahren Sie, was die Meldung bedeutet, wann Sie zuerst Daten retten sollten und welche Methoden unter Windows 10/11 wirklich sinnvoll sind.

Windows-Fehler Die Datei oder das Verzeichnis ist beschädigt und nicht lesbar

Kurzantwort

Die Meldung „die Datei oder das Verzeichnis ist beschädigt und nicht lesbar“ bedeutet meist, dass Windows die Dateisystemstruktur, einzelne Verzeichniseinträge oder bestimmte Bereiche eines Laufwerks nicht mehr korrekt lesen kann. Das passiert häufig bei externen Festplatten, USB-Sticks, SD-Karten oder beschädigten Partitionen.

  • Wenn wichtige Daten betroffen sind: Schreiben Sie keine neuen Dateien auf das Laufwerk.
  • Vor der Reparatur: Retten Sie Ihre Daten möglichst auf ein anderes Speichermedium.
  • Danach: Versuchen Sie CHKDSK, die Windows-Fehlerprüfung oder als letzten Ausweg eine Formatierung.

Was bedeutet „Die Datei oder das Verzeichnis ist beschädigt und nicht lesbar“?

Typische Symptome

01

Das Laufwerk wird im Datei-Explorer angezeigt, lässt sich aber nicht öffnen.

02

Windows meldet: „die Datei oder das Verzeichnis ist beschädigt und nicht lesbar“.

03

In der Datenträgerverwaltung erscheint das Laufwerk als RAW oder ohne korrektes Dateisystem.

04

Beim Öffnen eines Ordners oder Laufwerks erscheint der Fehlercode 0x80070570.

05

Ein USB-Stick, eine SD-Karte oder eine externe Festplatte wird erkannt, bleibt aber unzugänglich.

Häufige Ursachen

01

Beschädigtes Dateisystem: Fehler in NTFS, FAT32 oder exFAT können verhindern, dass Windows Ordner und Dateien korrekt zuordnet.

02

Unsicheres Entfernen: Wird ein USB-Stick oder eine externe Festplatte während eines Schreibvorgangs abgezogen, können Verzeichniseinträge beschädigt werden.

03

Stromausfall oder Systemabsturz: Unterbrochene Lese- und Schreibvorgänge können Dateistrukturen beschädigen.

04

Fehlerhafte Sektoren: Logische oder physische Defekte können dazu führen, dass einzelne Bereiche des Laufwerks nicht mehr lesbar sind.

05

Instabiles Speichermedium: Defekte Kabel, schwache USB-Ports, eine alternde HDD/SSD oder Controller-Probleme können den Fehler auslösen.

06

Malware oder Systemfehler: Schadsoftware und beschädigte Windows-Komponenten können den Zugriff auf Dateien ebenfalls stören.

Wichtig: Ein kleiner Verbindungsfehler lässt sich oft schnell beheben. Ein RAW-Laufwerk, wiederkehrende Lesefehler oder verdächtige Geräusche einer Festplatte sind dagegen Warnsignale. In solchen Fällen sollten Sie zuerst wichtige Daten sichern oder wiederherstellen, bevor Sie Reparaturbefehle wie CHKDSK oder eine Formatierung ausführen.

Situation Empfohlene Reihenfolge
Wichtige Dateien sind auf dem Laufwerk Zuerst Daten wiederherstellen, danach reparieren
Laufwerk wird als RAW angezeigt Nicht sofort formatieren, zuerst Daten retten
Leerer USB-Stick oder unwichtige Daten Fehlerprüfung, CHKDSK oder Formatierung möglich
Festplatte macht Geräusche oder trennt sich ständig Nicht weiter testen, möglichst professionelle Hilfe erwägen

Vor der Reparatur: Daten von einem beschädigten oder unlesbaren Laufwerk wiederherstellen

Wenn Sie noch wichtige Dateien auf dem Laufwerk haben, sollte die Datenrettung vor jeder tiefgreifenden Reparatur stehen. Der Grund ist einfach: Manche Reparaturversuche ändern die Dateisystemstruktur. Das kann helfen, den Datenträger wieder nutzbar zu machen, kann aber bei beschädigten Dateien auch dazu führen, dass vorhandene Reste überschrieben oder schwerer wiederherstellbar werden.

In solchen Fällen kann die USB-Laufwerk-Wiederherstellung von 4DDiG Data Recovery hilfreich sein. Sie scannt unzugängliche Speichergeräte und kann Dateien wie Fotos, Videos, Dokumente, Audiodateien und weitere Dateitypen wiederherstellen, wenn Windows einen Fehler meldet, das Laufwerk nicht geöffnet werden kann oder das Dateisystem als RAW angezeigt wird.

KOSTENLOSER DOWNLOAD

Sicherer Download Sicherer Download

KOSTENLOSER DOWNLOAD

Sicherer Download Sicherer Download

Was 4DDiG Data Recovery in diesem Fall leisten kann:

  • 📁 Unterstützt viele Dateitypen: Wiederherstellung von Dokumenten, Fotos, Videos, Audiodateien, E-Mails und vielen weiteren Formaten.
  • 💾 Für verschiedene Speichergeräte: Wiederherstellung von HDD/SSD, USB-Laufwerk, SD-Karte, OneDrive und weiteren Speicherorten.
  • 👁️ Kostenlose Vorschau: Vor der Wiederherstellung prüfen, welche Dateien gefunden wurden.
  • ☺️ Einfache Bedienung: Eine übersichtliche Oberfläche, die auch für Nutzer ohne technische Erfahrung verständlich bleibt.
  • 🔍 Tiefenscan: Hilfreich, wenn Dateien auf einem stark beschädigten oder nicht lesbaren Laufwerk nicht mehr normal angezeigt werden.

So stellen Sie Dateien mit 4DDiG wieder her:

  • Öffnen Sie 4DDiG Data Recovery auf Ihrem Computer und wählen Sie das Laufwerk aus, von dem Sie Daten wiederherstellen möchten. 4DDiG Data Recovery starten und beschädigtes Laufwerk auswählen
  • Wechseln Sie im linken Bereich zum Reiter „Typ“ und wählen Sie die Dateikategorie aus, die Sie wiederherstellen möchten, zum Beispiel Foto, Video oder Dokument. Dateityp in 4DDiG auswählen und gefundene Dateien anzeigen
  • Warten Sie, bis der Scan abgeschlossen ist. Wählen Sie anschließend die benötigten Dateien aus und nutzen Sie die Vorschau, um die Ergebnisse zu prüfen. Klicken Sie danach auf „Wiederherstellen“. Wiederherstellbare Dateien in 4DDiG prüfen und Vorschau öffnen
  • Speichern Sie die wiederhergestellten Dateien auf einem anderen Laufwerk. Wählen Sie nicht den ursprünglichen Speicherort, damit keine noch vorhandenen Daten überschrieben werden. Wiederhergestellte Dateien an einem sicheren neuen Speicherort speichern

Schnelle Checks, bevor Sie das Laufwerk reparieren

Nicht jeder Zugrifffehler bedeutet sofort einen schweren Defekt. Gerade bei externen Speichermedien kann die Ursache auch ein loses Kabel, ein schwacher USB-Port oder ein temporärer Windows-Fehler sein. Beginnen Sie daher mit diesen risikoarmen Schritten, bevor Sie tiefere Reparaturen durchführen.

#1 Laufwerk neu verbinden

Werfen Sie das Laufwerk sicher aus, ziehen Sie es ab und schließen Sie es wieder an. Testen Sie nach Möglichkeit einen anderen USB-Anschluss, ein anderes Kabel oder einen direkten Anschluss am PC statt eines USB-Hubs. Das ist besonders sinnvoll, wenn das Laufwerk zeitweise verschwindet oder nur sporadisch erkannt wird.

#2 Computer neu starten

Ein Neustart kann blockierte Prozesse, hängende Treiber oder vorübergehende Lese-/Schreibfehler beheben. Wenn der Fehler direkt nach einem Absturz, Update oder erzwungenen Herunterfahren aufgetreten ist, ist dieser Schritt schnell erledigt und verursacht kein zusätzliches Risiko.

#3 Laufwerk an einem anderen Computer testen

Schließen Sie das Laufwerk an einen anderen Windows-PC an. Funktioniert es dort, liegt das Problem wahrscheinlich an Ihrem ursprünglichen System, einem Treiber oder dem USB-Anschluss. Erscheint dort ebenfalls „die Datei oder das Verzeichnis ist beschädigt und nicht lesbar“ oder eine ähnliche Meldung wie „das angeschlossene Medium konnte von diesem Computer nicht gelesen werden“, spricht das eher für ein Problem am Speichermedium selbst.

#4 Antivirensoftware kurz prüfen

Sicherheitssoftware kann den Zugriff auf ein Laufwerk blockieren, wenn sie verdächtige Dateien erkennt. Deaktivieren Sie den Schutz nicht dauerhaft, sondern prüfen Sie zunächst die Meldungen Ihrer Sicherheitssoftware. Wenn Sie den Schutz testweise ausschalten, aktivieren Sie ihn direkt danach wieder und führen Sie anschließend einen Scan durch.

❗ Wenn diese schnellen Checks nichts ändern und weiterhin „die Datei oder das Verzeichnis ist beschädigt und nicht lesbar“ angezeigt wird, sollten Sie mit den folgenden Methoden fortfahren. Bei wichtigen Daten gilt weiterhin: zuerst wiederherstellen oder sichern, dann reparieren.

„Die Datei oder das Verzeichnis ist beschädigt und nicht lesbar“ unter Windows 10/11 beheben

Die folgenden Methoden sind nach typischem Risiko und Aufwand geordnet. Starten Sie mit einem Malware-Scan und der Windows-Fehlerprüfung. CHKDSK und Formatierung sollten Sie erst einsetzen, wenn Sie die Daten gesichert oder wiederhergestellt haben.

Videoanleitung zur Behebung des Fehlers „Die Datei oder das Verzeichnis ist beschädigt oder nicht lesbar“.

1 Malware-Scan durchführen

Malware kann Dateien beschädigen, Laufwerkszugriffe blockieren oder ungewöhnliche Fehlermeldungen verursachen. Wenn Windows langsam reagiert, Ordner plötzlich verschwinden oder mehrere Laufwerke betroffen sind, sollten Sie zuerst einen vollständigen Scan durchführen.

So nutzen Sie Windows-Sicherheit für einen vollständigen Scan:

  • Drücken Sie Win + S, geben Sie „Windows-Sicherheit“ ein und drücken Sie die Eingabetaste.
  • Klicken Sie im linken Menü auf „Viren- & Bedrohungsschutz“. Windows-Sicherheit öffnen und Viren- & Bedrohungsschutz auswählen
  • Klicken Sie auf „Scanoptionen“, wählen Sie „Vollständiger Scan“ und klicken Sie dann auf „Jetzt scannen“. Vollständigen Scan in Windows-Sicherheit starten
  • Warten Sie, bis der Scan abgeschlossen ist. Je nach Datenmenge kann das einige Zeit dauern.
  • Entfernen Sie erkannte Bedrohungen nach den Anweisungen von Windows, starten Sie den PC neu und prüfen Sie anschließend, ob das Laufwerk wieder zugänglich ist.

ℹ️ Wissenswertes: Wenn der normale Scan nichts findet, der Verdacht auf Malware aber bleibt, können Sie zusätzlich den „Microsoft Defender Offline-Scan“ verwenden. Er startet den PC neu und prüft das System, bevor Windows vollständig geladen wird.

2 Laufwerk scannen und reparieren

Wenn die Ursache im Dateisystem liegt, kann Windows kleinere Fehler oft selbst beheben. Nutzen Sie zuerst die grafische Fehlerprüfung im Datei-Explorer. CHKDSK über die Eingabeaufforderung ist stärker, sollte aber bei wichtigen Daten erst nach einer Sicherung oder Wiederherstellung ausgeführt werden.

#1 Scannen über den Datei-Explorer:

Wenn das Laufwerk im Datei-Explorer noch erreichbar ist, starten Sie zunächst die Windows-Fehlerprüfung:

  • Drücken Sie Win + E und öffnen Sie „Dieser PC“.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das betroffene Laufwerk und wählen Sie „Eigenschaften“.
  • Wechseln Sie zum Reiter „Tools“. Laufwerkseigenschaften öffnen und Fehlerüberprüfung auswählen
  • Klicken Sie unter „Fehlerüberprüfung“ auf „Prüfen“.
  • Wählen Sie im Pop-up-Fenster „Laufwerk scannen“. Windows-Fehlerprüfung ausführen und Laufwerk scannen

Folgen Sie anschließend den Hinweisen von Windows. Werden Fehler gefunden, lassen Sie diese reparieren und prüfen Sie danach erneut, ob die Dateien geöffnet werden können.

#2 Scannen über die Eingabeaufforderung:

Wenn die Fehlerprüfung nicht ausreicht, können Sie CHKDSK verwenden. Der Befehl prüft das Dateisystem und Dateisystem-Metadaten auf logische sowie physische Fehler. Bei Parametern wie /f oder /r versucht Windows, gefundene Probleme zu beheben.

Vor CHKDSK beachten

Führen Sie chkdsk X: /f /r nicht blind aus, wenn das Laufwerk wichtige Dateien enthält oder als RAW angezeigt wird. Stellen Sie Daten zuerst wieder her oder sichern Sie sie auf ein anderes Speichermedium.

  • Drücken Sie Win + S, geben Sie „Eingabeaufforderung“ ein, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Als Administrator ausführen“.
  • Geben Sie chkdsk X: /f /r ein und drücken Sie die Eingabetaste. Ersetzen Sie X: durch den Laufwerksbuchstaben des betroffenen Datenträgers. CHKDSK-Befehl chkdsk X f r in der Eingabeaufforderung ausführen
  • Warten Sie, bis der Scan und die Reparatur abgeschlossen sind. Unterbrechen Sie den Vorgang nicht.
  • Öffnen Sie danach das Laufwerk erneut und prüfen Sie, ob der Zugriff wieder funktioniert.

📝 Wichtige Hinweise:

  • CHKDSK kann Dateisystemprobleme wie beschädigte Verzeichnisse oder fehlerhafte Zuordnungen beheben, aber keine physischen Schäden am Laufwerk reparieren.
  • Wenn fehlerhafte Sektoren erkannt werden, können diese als unbrauchbar markiert werden, damit Windows dort keine neuen Daten speichert.
  • Dateien in stark beschädigten Bereichen können trotzdem verloren oder unlesbar bleiben. Nutzen Sie bei wichtigen Daten zuerst Datenwiederherstellungssoftware.

3 Auf Speicherprobleme prüfen

Wenn Windows immer wieder einfriert, Dateien plötzlich beschädigt wirken oder verschiedene Laufwerke betroffen sind, kann auch der Arbeitsspeicher eine Rolle spielen. Fehlerhafter RAM verursacht nicht nur Abstürze, sondern kann Daten während Schreibvorgängen beschädigen.

Mit der Windows-Speicherdiagnose können Sie den Arbeitsspeicher prüfen:

  • Drücken Sie Win + S, geben Sie „Windows-Speicherdiagnose“ ein und drücken Sie die Eingabetaste.
  • Klicken Sie auf „Jetzt neu starten und nach Problemen suchen“ oder wählen Sie die Prüfung beim nächsten Start. Windows-Speicherdiagnose starten und nach Problemen suchen
  • Der PC startet neu und führt die Prüfung automatisch aus.
  • Warten Sie auf das Ergebnis und starten Sie Windows anschließend normal.
  • Prüfen Sie danach erneut, ob der Fehler beim Öffnen des Laufwerks weiterhin erscheint.

ℹ️ Wissenswertes: Werden Speicherfehler gefunden, ist das Problem wahrscheinlich hardwarebedingt. In diesem Fall helfen klassische Laufwerksreparaturen nur begrenzt; der fehlerhafte RAM sollte ausgetauscht werden.

4 Startprobleme beheben

Tritt der Fehler beim Systemlaufwerk auf oder startet Windows nicht mehr sauber, kann die Windows-Starthilfe helfen. Sie prüft startbezogene Dateien und versucht, Probleme zu beheben, die den normalen Systemstart verhindern.

  • Öffnen Sie „Einstellungen“, gehen Sie zu „Update & Sicherheit“ und wählen Sie „Wiederherstellung“.
  • Klicken Sie unter „Erweiterter Start“ auf „Jetzt neu starten“, damit Windows in der Wiederherstellungsumgebung startet. Windows über erweiterten Start neu starten
  • Wählen Sie „Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Starthilfe“. Starthilfe in den erweiterten Optionen von Windows auswählen
  • Wählen Sie Ihr Windows-Konto aus und geben Sie das Passwort ein, falls Sie dazu aufgefordert werden.
  • Warten Sie, bis Windows die Startprobleme diagnostiziert und behebt, und starten Sie dann Ihren PC neu.

ℹ️ Wissenswertes: Diese Methode ist vor allem sinnvoll, wenn das Systemlaufwerk betroffen ist. Bei einem einzelnen USB-Stick oder einer externen Festplatte ist die Fehlerprüfung oder Datenwiederherstellung meist relevanter.

5 Laufwerk formatieren

Wenn keine Reparatur hilft und Sie weiterhin keinen Zugriff haben, kann eine Formatierung das Dateisystem neu aufbauen. Sie sollte aber wirklich der letzte Schritt sein, denn dabei werden die Daten auf dem Laufwerk gelöscht.

Formatieren Sie das Laufwerk nur, wenn Sie die Dateien bereits gesichert oder wiederhergestellt haben – oder wenn die Daten nicht mehr benötigt werden. Danach kann der Datenträger oft wieder normal verwendet werden.

#1 Formatieren über den Datei-Explorer:

Wenn das Laufwerk noch im Datei-Explorer angezeigt wird, ist diese Methode am schnellsten:

  • Drücken Sie Win + E, um den Datei-Explorer zu öffnen, und gehen Sie zu „Dieser PC“.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das zu formatierende Laufwerk und wählen Sie „Formatieren“. Beschädigtes Laufwerk im Datei-Explorer formatieren
  • Wählen Sie ein Dateisystem, zum Beispiel „NTFS“ oder „exFAT“, und legen Sie bei Bedarf eine Volumebezeichnung fest.
  • Aktivieren Sie bei Bedarf „Schnellformatierung“, klicken Sie auf „Start“ und bestätigen Sie die Warnung. Schnellformatierung im Datei-Explorer starten
  • Warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist, und prüfen Sie danach, ob das Laufwerk wieder nutzbar ist.

📍 Wichtiger Hinweis:

Wenn Sie Ihre Dateien vor der Formatierung nicht gesichert haben, können Sie versuchen, Daten von einem formatierten Laufwerk wiederherzustellen, um einen dauerhaften Verlust zu vermeiden.

#2 Formatieren über die Datenträgerverwaltung:

Wenn der Datei-Explorer nicht reagiert, nutzen Sie die Datenträgerverwaltung. Dort lassen sich Partitionen oft noch bearbeiten, auch wenn das Laufwerk im Explorer Probleme macht.

  • Drücken Sie Win + X und wählen Sie „Datenträgerverwaltung“. Datenträgerverwaltung in Windows öffnen
  • Suchen Sie das betroffene Laufwerk oder die Partition, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Formatieren“. Laufwerk in der Windows-Datenträgerverwaltung formatieren
  • Geben Sie eine Volumebezeichnung ein, wählen Sie ein Dateisystem und aktivieren Sie „Schnellformatierung durchführen“.
  • Klicken Sie auf „OK“ und warten Sie, bis Windows die Formatierung abgeschlossen hat.

#3 Formatieren über die Eingabeaufforderung:

Wenn andere Wege nicht funktionieren, können Sie das Laufwerk mit DiskPart neu einrichten. Diese Methode ist wirksam, aber riskant: Der Befehl clean entfernt Partitionen und Daten vom ausgewählten Laufwerk. Prüfen Sie die Datenträgernummer daher sehr sorgfältig.

  • Drücken Sie Win + S, geben Sie „Eingabeaufforderung“ ein, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Als Administrator ausführen“.
  • Geben Sie diskpart ein und drücken Sie die Eingabetaste.
  • Geben Sie list disk ein, drücken Sie die Eingabetaste und identifizieren Sie das zu formatierende Laufwerk. Geben Sie dann select disk X ein. Ersetzen Sie X durch die richtige Datenträgernummer. Laufwerk mit DiskPart auswählen und formatieren
  • Geben Sie clean ein und bestätigen Sie, um alle Partitionen und Daten auf dem ausgewählten Laufwerk zu entfernen.
  • Geben Sie create partition primary ein und drücken Sie die Eingabetaste.
  • Geben Sie format fs=ntfs quick ein und starten Sie die Formatierung.
  • Geben Sie assign ein, um einen Laufwerksbuchstaben zuzuweisen.
  • Geben Sie exit ein, um DiskPart zu schließen.

Tipps: So schützen Sie Laufwerke vor Beschädigungen

Ganz verhindern lässt sich ein Laufwerksfehler nie. Sie können das Risiko aber deutlich senken, wenn Sie Speichermedien sauber trennen, regelmäßig sichern und Warnzeichen ernst nehmen.

  • Werfen Sie USB-Sticks, SD-Karten und externe Festplatten immer sicher aus, bevor Sie sie abziehen.
  • Trennen Sie Laufwerke nicht während eines Kopier-, Update- oder Backup-Vorgangs.
  • Bewahren Sie Speichermedien vor Hitze, Feuchtigkeit und Stößen geschützt auf.
  • Sichern Sie wichtige Daten regelmäßig auf einem zweiten Laufwerk oder in der Cloud.
  • Nutzen Sie zuverlässige Antivirensoftware und halten Sie Windows aktuell.
  • Reagieren Sie früh, wenn ein Laufwerk langsamer wird, Klickgeräusche macht oder sich häufig trennt.

Häufige Fragen zu beschädigten oder nicht lesbaren Dateien und Verzeichnissen

Was bedeutet „Die Datei oder das Verzeichnis ist beschädigt und nicht lesbar“?

Die Meldung bedeutet, dass Windows die betroffene Datei, den Ordner oder das Dateisystem eines Laufwerks nicht korrekt lesen kann. Häufige Ursachen sind Dateisystemfehler, fehlerhafte Sektoren, ein unterbrochener Schreibvorgang oder ein instabiles externes Speichermedium.

Kann CHKDSK den Fehler beheben?

Ja, CHKDSK kann viele logische Dateisystemfehler erkennen und teilweise reparieren. Bei wichtigen Daten sollten Sie jedoch zuerst eine Sicherung oder Wiederherstellung durchführen, da Reparaturbefehle die Struktur des Laufwerks verändern können.

Was tun, wenn das Laufwerk als RAW angezeigt wird?

Wenn ein Laufwerk als RAW angezeigt wird, erkennt Windows das Dateisystem nicht mehr korrekt. Formatieren Sie es nicht sofort. Stellen Sie zuerst wichtige Dateien auf ein anderes Laufwerk wieder her und bauen Sie danach das Dateisystem durch Formatierung neu auf.

Werden meine Daten beim Formatieren gelöscht?

Ja. Eine Formatierung löscht die vorhandene Dateistruktur und macht die Daten ohne Wiederherstellungstool oft schwerer zugänglich. Deshalb sollte sie erst erfolgen, wenn Sie die Dateien gesichert oder wiederhergestellt haben.

Warum erscheint auf dem Mac „das angeschlossene Medium konnte von diesem Computer nicht gelesen werden“?

Diese Meldung weist oft darauf hin, dass macOS das Dateisystem des angeschlossenen Geräts nicht lesen kann oder das Medium beschädigt ist. Auch hier gilt: Wenn Daten wichtig sind, nicht sofort initialisieren oder formatieren, sondern zuerst eine Datenrettung versuchen.

Fazit: Erst Daten sichern, dann den Fehler beheben

Der Fehler „die Datei oder das Verzeichnis ist beschädigt und nicht lesbar“ wirkt im ersten Moment beunruhigend, bedeutet aber nicht automatisch, dass alle Dateien verloren sind. Häufig steckt ein beschädigtes Dateisystem, ein instabiles externes Laufwerk oder ein unterbrochener Schreibvorgang dahinter.

Die sicherste Reihenfolge lautet: Verbindung prüfen, wichtige Daten retten, danach Windows-Fehlerprüfung oder CHKDSK verwenden und nur als letzten Ausweg formatieren. Wenn Sie Dateien bereits verloren haben oder das Laufwerk nicht mehr geöffnet werden kann, kann Ihnen die Flash-Laufwerk-Wiederherstellung helfen, Daten von einem beschädigten, RAW-formatierten oder unzugänglichen Speichergerät wiederherzustellen.

KOSTENLOSER DOWNLOAD

Sicherer Download Sicherer Download

KOSTENLOSER DOWNLOAD

Sicherer Download Sicherer Download

Andreas Dietrich (Chefredakteur)

Andreas Dietrich ist der Technischer Autor und Redakteur von 4DDiG. Er hat mehr als 8 Jahre Erfahrung im Bereich der technischen Dokumentation.

(Klicken Sie hier, um diesen Beitrag zu bewerten)

Sie haben mit 4,5 bewertet  ( Menschen waren beteiligt)