Windows kann auf dem Datenträger nicht installiert werden: GPT-Partitionsstil beheben

Windows kann auf dem Datenträger nicht installiert werden und der Datenträger entspricht dem GPT-Partitionsstil? Erfahren Sie, wie Sie den Fehler per UEFI oder GPT-zu-MBR-Konvertierung beheben – möglichst ohne Datenverlust.

5 Min.

Aktualisiert am 2026-08-25 15:10:10 auf Festplatte

Wenn bei der Windows-Installation die Meldung „Windows kann auf dem Datenträger nicht installiert werden. Der ausgewählte Datenträger entspricht dem GPT-Partitionsstil.“ erscheint, liegt das Problem in der Regel nicht am GPT-Datenträger selbst. Meist wurde das Windows-Installationsmedium im Legacy-BIOS-/CSM-Modus gestartet, während der Zieldatenträger GPT verwendet. Für eine Installation auf einem GPT-Systemdatenträger sollte Windows Setup dagegen im UEFI-Modus gestartet werden.

Kurz gesagt: Unterstützt Ihr PC UEFI, sollten Sie GPT beibehalten und zuerst im UEFI-Modus booten. Nur wenn Ihr Gerät ausschließlich Legacy BIOS unterstützt, ist eine Konvertierung von GPT zu MBR sinnvoll. In diesem Artikel zeigen wir drei Wege – von DiskPart über 4DDiG Partition Manager bis zum Wechsel auf UEFI – und erklären, welche Lösung in welchem Fall passt.

windows kann auf dem gpt-datenträger nicht installiert werden

Teil 1: Warum erscheint „Der ausgewählte Datenträger entspricht dem GPT-Partitionsstil“?

Die Fehlermeldung weist vor allem auf einen Konflikt zwischen Boot-Modus und Partitionsstil hin. Microsoft erklärt für Windows Setup: UEFI und GPT gehören zusammen, während der Legacy-BIOS-Kompatibilitätsmodus typischerweise mit MBR verwendet wird. Weitere technische Details finden Sie in der offiziellen Microsoft-Dokumentation zu MBR, GPT und Windows Setup.

Kurzantwort:

Wenn Windows meldet, dass der ausgewählte Datenträger dem GPT-Partitionsstil entspricht, wurde das Installationsmedium meistens im Legacy-BIOS-/CSM-Modus gestartet. Auf einem modernen PC ist daher UEFI aktivieren und GPT beibehalten meist die beste Lösung. GPT in MBR zu konvertieren ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Gerät kein UEFI unterstützt.

Situation Empfohlene Lösung Datenrisiko
Moderner PC / Windows 11 / UEFI verfügbar Im UEFI-Modus starten und GPT beibehalten Kein Löschen des Datenträgers nötig
Nur Legacy BIOS verfügbar, wichtige Daten vorhanden GPT ohne Löschen aller Partitionen in MBR konvertieren Backup trotzdem empfohlen
Nur Legacy BIOS verfügbar, Datenträger darf gelöscht werden GPT mit DiskPart in MBR konvertieren Alle Partitionen und Daten werden gelöscht

Typische Ursachen sind:

  • Windows Setup wurde im Legacy-BIOS-/CSM-Modus gestartet: Das ist der häufigste Grund. Der Zieldatenträger ist GPT, der aktuelle Boot-Modus erwartet jedoch eine für Legacy BIOS passende MBR-Struktur.
  • UEFI ist vorhanden, aber nicht aktiviert: Bei manchen Mainboards ist CSM beziehungsweise Legacy Boot aktiviert. Dadurch kann derselbe Installations-USB-Stick im falschen Modus gestartet werden.
  • Das Installationsmedium wurde über den falschen Boot-Eintrag gestartet: Im Boot-Menü können für denselben USB-Stick beispielsweise zwei Einträge erscheinen – einmal mit „UEFI“ und einmal ohne. Für eine GPT-Installation sollten Sie den UEFI-Eintrag wählen.
  • Sehr alte Hardware unterstützt kein UEFI: In diesem Fall lässt sich Windows auf einem GPT-Systemdatenträger im Legacy-Modus nicht wie vorgesehen starten. Dann kann eine Konvertierung von GPT zu MBR erforderlich sein.

Wichtig: GPT ist nicht grundsätzlich inkompatibel mit Windows. Gerade bei modernen Systemen ist GPT der übliche Partitionsstil. Für Windows 11 nennt Microsoft eine UEFI-Firmware mit Secure-Boot-Fähigkeit als Systemanforderung.

Teil 2: Windows kann auf dem GPT-Datenträger nicht installiert werden – 3 Lösungen

Welche Methode sollten Sie zuerst ausprobieren? Wenn Ihr PC UEFI unterstützt, springen Sie am besten direkt zu Lösung 3 und behalten Sie GPT bei. Die Konvertierung zu MBR ist vor allem für ältere Systeme sinnvoll, die nur im Legacy-BIOS-Modus starten können. Wenn Sie konvertieren müssen und wichtige Daten auf dem Datenträger liegen, ist Lösung 2 in der Regel schonender als DiskPart.

Lösung 1: GPT mit DiskPart in MBR konvertieren – Datenträger wird gelöscht

DiskPart eignet sich, wenn Ihr Computer nur Legacy BIOS unterstützt und der Zieldatenträger vollständig gelöscht werden darf. Diese Methode ist kostenlos und direkt über Windows Setup verfügbar, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Der Befehl clean entfernt alle Partitionen und Daten auf dem ausgewählten Datenträger. Prüfen Sie daher besonders sorgfältig, ob Sie den richtigen Datenträger ausgewählt haben.

  • Wenn Sie während der Systeminstallation die Meldung "Windows kann auf dem Datenträger nicht installiert werden. Der ausgewählte Datenträger entspricht dem GPT-Partitionsstil." erhalten, müssen Sie die Tastenkombination Umschalt + F10 drücken, um die Eingabeaufforderung zu starten.
  • Geben Sie in der Eingabeaufforderung diskpart ein und drücken Sie Enter.
  • Führen Sie den Befehl list disk aus, um alle angeschlossenen Datenträger anzuzeigen.
  • Geben Sie select disk # ein und drücken Sie Enter. Ersetzen Sie # durch die Nummer des Datenträgers, auf dem Windows installiert werden soll.
  • Geben Sie clean ein. Achtung: Dadurch werden alle Partitionen und Daten auf dem ausgewählten Datenträger gelöscht.
  • Geben Sie anschließend convert mbr ein. Sobald DiskPart bestätigt, dass der ausgewählte Datenträger erfolgreich in MBR konvertiert wurde, können Sie die Eingabeaufforderung schließen und mit der Windows-Installation fortfahren.

    konvertieren Sie GPT in MBR mit Diskpart
Wann ist DiskPart sinnvoll?

Nutzen Sie diese Methode nur, wenn Sie den Datenträger wirklich löschen können oder bereits ein vollständiges Backup besitzen. Wenn Sie einen modernen UEFI-PC verwenden, ist ein Wechsel des Boot-Modus meist die bessere Lösung als eine Konvertierung zu MBR.

Lösung 2: GPT in MBR konvertieren ohne Datenverlust

Wenn Ihr PC auf Legacy BIOS angewiesen ist, auf dem GPT-Datenträger aber noch wichtige Dateien oder Partitionen liegen, ist eine Konvertierung ohne vorheriges Löschen des gesamten Laufwerks die praktischere Alternative. Dafür können Sie beispielsweise 4DDiG Partition Manager verwenden, um den Partitionsstil von GPT zu MBR zu ändern.

Diese Methode ist vor allem für Nutzer gedacht, die DiskPart vermeiden möchten, weil dort der Befehl clean erforderlich ist. Vor Änderungen am Partitionsstil empfiehlt sich dennoch immer ein aktuelles Backup wichtiger Daten.

Hauptmerkmale von 4DDiG Partition Manager:

  • MBR/GPT-Konvertierung: Konvertiert Datenträger zwischen MBR und GPT, ohne dass dafür zuerst alle Partitionen gelöscht werden müssen.
  • Datenerhalt: Die vorhandenen Partitionen und Dateien können während der Konvertierung erhalten bleiben; ein Backup wichtiger Daten ist trotzdem empfehlenswert.
  • Benutzerfreundliches Interface: Die grafische Oberfläche eignet sich auch für Nutzer, die nicht mit DiskPart-Befehlen arbeiten möchten.
  • Partitionsverwaltung: Partitionen lassen sich unter anderem erstellen, in der Größe verändern, löschen und formatieren.
  • Klonen von Festplatten: Bei Bedarf können Sie eine Festplatte auch auf ein anderes Laufwerk klonen, etwa vor einem Hardware-Upgrade.

So konvertieren Sie einen GPT-Datenträger mit 4DDiG Partition Manager in MBR, wenn Windows wegen des GPT-Partitionsstils nicht installiert werden kann:

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  • Laden Sie den 4DDiG Partition Manager herunter und installieren Sie ihn auf Ihrem Computer. Starten Sie die Anwendung, wählen Sie in der linken Navigation „Datenträger konvertieren“ und anschließend „GPT in MBR konvertieren“.

    GPT in MBR konvertieren
  • Wählen Sie den Datenträger aus, auf dem Windows installiert werden soll, und klicken Sie auf „Weiter“. Prüfen Sie die Datenträgernummer und die angezeigten Partitionen noch einmal, bevor Sie fortfahren.

    GPT in MBR konvertieren

    Handelt es sich um den Systemdatenträger, lädt die Software die benötigte PE-Komponente herunter. Bestätigen Sie anschließend die angezeigten Informationen mit „OK“. Der Computer startet automatisch neu und wechselt in die PE-Umgebung.

    Der Computer wird automatisch neu gestartet
    Anmerkung:

    Wenn es sich bei der zu konvertierenden Festplatte um eine externe Festplatte handelt, konvertiert das Programm diese automatisch, ohne dass ein Neustart oder der Eintritt in die PE-Umgebung erforderlich ist.

  • Wählen Sie nach dem Start in der PE-Umgebung erneut „GPT in MBR konvertieren“, markieren Sie den gewünschten Datenträger und klicken Sie auf „Weiter“.

    GPT in MBR konvertieren
  • Warten Sie, bis die Konvertierung abgeschlossen ist. Die Dauer hängt unter anderem von der Anzahl der vorhandenen Partitionen ab. Unterbrechen Sie den Vorgang nicht.

    4DDiG Partition Manager konvertiert gerade GPT in MBR
  • Nach erfolgreicher Konvertierung folgen Sie den angezeigten Anweisungen, um den Computer neu zu starten. Anschließend können Sie Windows Setup erneut ausführen.

    Jetzt haben Sie die Konvertierung erfolgreich abgeschlossen Jetzt haben Sie die Konvertierung erfolgreich abgeschlossen

Lösung 3: Im UEFI-Modus booten und GPT beibehalten

Auf einem modernen PC ist dies in der Regel die sinnvollste Lösung. Wenn Windows Setup meldet, dass der ausgewählte Datenträger dem GPT-Partitionsstil entspricht, obwohl Sie Windows auf genau diesem Laufwerk installieren möchten, wurde das Installationsmedium häufig im Legacy-BIOS-/CSM-Modus gestartet. Wechseln Sie in diesem Fall auf UEFI, statt den GPT-Datenträger unnötig in MBR umzuwandeln. Eine ausführlichere Anleitung finden Sie auch unter Legacy auf UEFI umstellen.

Microsoft empfiehlt für moderne Windows-Installationen grundsätzlich den neueren UEFI-Modus. Weitere Hintergrundinformationen finden Sie unter Starten im UEFI- oder Legacy-BIOS-Modus.

  • Schalten Sie Ihren Computer vollständig aus.
  • Schalten Sie das System ein. Wenn das Herstellerlogo erscheint, drücken Sie die BIOS-/UEFI-Taste, zum Beispiel Esc, Entf, F1, F2, F10, F11 oder F12. Die genaue Taste hängt vom Hersteller ab. Falls Sie unsicher sind, lesen Sie auch die Anleitung BIOS unter Windows 11/10 öffnen.
  • Öffnen Sie im Firmware-Menü den Bereich „Boot“ beziehungsweise „Boot Mode“.
  • Wählen Sie UEFI und deaktivieren Sie – falls nötig – Legacy/CSM. Wenn Ihr USB-Stick im Boot-Menü zweimal erscheint, wählen Sie den Eintrag mit dem Präfix „UEFI:“.
  • Speichern Sie die Änderungen und verlassen Sie das BIOS/UEFI.
  • Starten Sie das Windows-Installationsmedium erneut und wählen Sie den GPT-Datenträger. Wenn Boot-Modus und Partitionsstil jetzt zusammenpassen, sollte die Installation fortgesetzt werden können.

    Booten im UEFI-Modus
Anmerkung:

Wenn Ihr PC tatsächlich kein UEFI unterstützt und nur im Legacy-BIOS-Modus starten kann, müssen Sie für eine klassische BIOS-Installation den Systemdatenträger in der Regel von GPT zu MBR konvertieren. Prüfen Sie vor einer Konvertierung immer, ob sich wichtige Daten auf dem Laufwerk befinden.

FAQ: Windows-Installation, GPT-Partitionsstil und UEFI

1. Wie ändert man den GPT-Partitionsstil im BIOS?

Den Partitionsstil selbst können Sie im BIOS nicht ändern. Im BIOS beziehungsweise UEFI ändern Sie nur den Boot-Modus. Wenn Ihr Datenträger GPT verwendet, sollten Sie auf einem kompatiblen PC UEFI wählen. Möchten Sie GPT tatsächlich in MBR konvertieren, benötigen Sie dafür ein Partitionswerkzeug wie DiskPart oder 4DDiG Partition Manager. Vor Änderungen am Partitionsstil empfiehlt sich ein Backup.

2. Warum lässt sich Windows 10 nicht auf einer GPT-Partition installieren?

Meist wurde Windows Setup im Legacy-BIOS-Modus gestartet. Für die Installation von Windows auf einem GPT-Systemdatenträger muss der Installationsprozess im passenden UEFI-Modus gestartet werden. Unterstützt der PC UEFI, sollten Sie daher zuerst den Boot-Modus prüfen, statt GPT in MBR umzuwandeln.

3. Kann Windows 11 auf einem GPT-Datenträger installiert werden?

Ja. GPT ist für moderne Windows-11-Systeme sogar der passende Partitionsstil. Microsoft nennt eine UEFI-Firmware mit Secure-Boot-Fähigkeit als Systemanforderung für Windows 11. Wenn die Meldung zum GPT-Partitionsstil erscheint, sollten Sie deshalb zuerst prüfen, ob das Installationsmedium wirklich im UEFI-Modus gestartet wurde. Siehe dazu auch die offiziellen Windows-11-Systemanforderungen von Microsoft.

4. Muss ich GPT in MBR konvertieren, wenn Windows nicht installiert werden kann?

Nein, nicht automatisch. Wenn Ihr PC UEFI unterstützt, ist es normalerweise besser, GPT beizubehalten und Windows Setup im UEFI-Modus zu starten. Eine Konvertierung zu MBR ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Gerät nur Legacy BIOS unterstützt oder Sie bewusst im Legacy-Modus installieren müssen.

5. Wie erkenne ich, ob mein PC im UEFI- oder Legacy-Modus startet?

Wenn Windows noch läuft, drücken Sie Windows + R, geben Sie msinfo32 ein und prüfen Sie in den Systeminformationen den Eintrag „BIOS-Modus“. Dort steht in der Regel „UEFI“ oder „Legacy“. Während einer Neuinstallation können Sie außerdem im Boot-Menü darauf achten, ob der USB-Stick als „UEFI: [Name des Sticks]“ angezeigt wird.

6. Gehen bei der Konvertierung von GPT zu MBR Daten verloren?

Das hängt von der Methode ab. Bei der hier gezeigten DiskPart-Methode werden mit clean alle Partitionen und Daten auf dem ausgewählten Datenträger gelöscht. Partitionsprogramme können eine Konvertierung durchführen, ohne zuvor sämtliche Partitionen zu entfernen. Trotzdem sollten Sie wichtige Dateien vor jeder Änderung am Partitionsstil sichern.

7. Was ist der Unterschied zwischen „GPT-Partitionsstil“ und „MBR-Partitionstabelle“ bei der Windows-Installation?

Beide Meldungen weisen auf eine nicht passende Kombination aus Boot-Modus und Partitionsstil hin, aber in entgegengesetzter Richtung: Bei der Meldung zum GPT-Partitionsstil wurde Windows Setup typischerweise im Legacy-Modus gestartet, während der Datenträger GPT verwendet. Bei der Meldung zur MBR-Partitionstabelle startet Setup dagegen im UEFI-Modus, während der Zieldatenträger MBR verwendet. Deshalb sollten die beiden Fehler nicht mit derselben Konvertierungsrichtung behandelt werden.

Fazit: UEFI zuerst prüfen, GPT nur bei Bedarf in MBR konvertieren

Wenn „Windows kann auf dem Datenträger nicht installiert werden“ zusammen mit dem Hinweis auf den GPT-Partitionsstil erscheint, sollten Sie zuerst den Boot-Modus prüfen. Auf modernen PCs ist UEFI mit GPT in der Regel die richtige Kombination, sodass keine Konvertierung nötig ist. Nur wenn Ihr Gerät ausschließlich Legacy BIOS unterstützt, kommt GPT zu MBR infrage. Darf der Datenträger gelöscht werden, können Sie DiskPart verwenden; sollen vorhandene Partitionen erhalten bleiben, bietet sich ein Partitionswerkzeug wie 4DDiG Partition Manager an. Unabhängig von der Methode gilt: Prüfen Sie den richtigen Datenträger und sichern Sie wichtige Dateien, bevor Sie den Partitionsstil ändern.

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Andreas Dietrich (Chefredakteur)

Andreas Dietrich ist der Technischer Autor und Redakteur von 4DDiG. Er hat mehr als 8 Jahre Erfahrung im Bereich der technischen Dokumentation.

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