Frage aus der Community„Ich habe die Fehlermeldung erhalten, dass mein Laufwerk C voll ist, obwohl ich nichts gespeichert habe. Wo ist mein Speicherplatz hin?“
-Microsoft-Forum
Kurzantwort: Warum ist Laufwerk C voll, obwohl keine Dateien sichtbar sind?
Wenn Laufwerk C fast voll ist, obwohl Sie im Explorer kaum große Dateien finden,
steckt der Speicherplatz häufig in ausgeblendeten oder geschützten Systembereichen.
Typische Ursachen sind die Ruhezustandsdatei hiberfil.sys,
die Auslagerungsdatei pagefile.sys,
Wiederherstellungspunkte und Schattenkopien,
temporäre Windows-Dateien, AppData oder der Windows-Komponentenspeicher
WinSxS.
Prüfen Sie deshalb zuerst unter Einstellungen > System > Speicher, welche Kategorie tatsächlich Platz belegt. Erst danach sollten Sie Dateien löschen, Windows-Komponenten bereinigen oder die C-Partition vergrößern.
Ein volles C-Laufwerk bedeutet also nicht automatisch, dass Ihre persönlichen Dateien den gesamten Speicher belegen. Windows verwendet selbst mehrere versteckte Bereiche, die im normalen Explorer nicht vollständig sichtbar sind. Hinzu kommen temporäre Dateien, Programme, Browser-Caches, alte Windows-Installationen und Wiederherstellungsdaten.
In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie herausfinden, was Laufwerk C wirklich belegt, welche Dateien Sie sicher bereinigen können und welche Systemdateien Sie besser nicht manuell löschen sollten. Anschließend zeigen wir Ihnen 10 praktische Lösungen für Windows 11 und Windows 10.
Wenn Sie zunächst nur normalen Datenmüll entfernen möchten, finden Sie zusätzlich eine ausführliche Anleitung zum Laufwerk C bereinigen .
- Teil 1: Warum ist Laufwerk C voll, obwohl keine Dateien sichtbar sind?
- Teil 2: Sonderfall – Datenrettung bei RAW- oder Dateisystemfehlern Heiß
-
Teil 3: 10 Lösungen, wenn Laufwerk C voll ist
- Weg 1: Dateisystem mit CHKDSK prüfen
- Weg 2: Papierkorb & Speicheroptimierung bereinigen
- Weg 3: Versteckte Dateien und Ordner anzeigen
- Weg 4: Temporäre Dateien im %temp%-Ordner löschen
- Weg 5: Windows-Systemdateien bereinigen
- Weg 6: WinSxS und Windows-Komponenten bereinigen
- Weg 7: Schattenkopien und Wiederherstellungspunkte prüfen
- Weg 8: Wiederherstellungspartition richtig behandeln
- Weg 9: C-Partition vergrößern
- Weg 10: Festplatte prüfen oder auf größere SSD wechseln
- Teil 4: Was darf man auf Laufwerk C nicht einfach löschen?
- Teil 5: FAQ zu „Laufwerk C voll, aber keine Dateien“
Teil 1: Warum ist Laufwerk C voll, obwohl keine Dateien sichtbar sind?
In 2 Minuten herausfinden, was den Speicherplatz auf C belegt
Bevor Sie Dateien löschen oder Befehle ausführen, sollten Sie zunächst feststellen, welche Kategorie den Speicher tatsächlich belegt. Windows 11 und Windows 10 zeigen diese Informationen bereits in den Systemeinstellungen an.
- Öffnen Sie Einstellungen.
- Gehen Sie zu System > Speicher.
- Warten Sie kurz, bis Windows die Speicherbelegung analysiert hat.
- Prüfen Sie insbesondere die Kategorien Installierte Apps, Temporäre Dateien, System & reserviert sowie Andere.
Microsoft beschreibt diese Speicheranalyse ebenfalls in den offiziellen Windows-Speichereinstellungen .
| Was zeigt Windows? | Mögliche Ursache | Was sollten Sie prüfen? |
|---|---|---|
| System & reserviert ist sehr groß | hiberfil.sys, pagefile.sys, reservierter Speicher oder Systemkomponenten | Ruhezustand, Auslagerungsdatei, WinSxS und Systemschutz prüfen |
| Temporäre Dateien belegen viel Platz | Windows-Update-Dateien, temporäre Daten oder frühere Windows-Versionen | Speicheroptimierung und Bereinigungsempfehlungen verwenden |
| Installierte Apps sind besonders groß | Spiele, Programme oder umfangreiche Anwendungen | Große Apps deinstallieren oder auf ein anderes Laufwerk verschieben |
| „Andere“ belegt ungewöhnlich viel Speicher | AppData, Cache, Downloads oder Anwendungsdaten | Ordnergrößen genauer untersuchen |
| Windows zeigt deutlich mehr belegten Speicher als erwartet | Schattenkopien, versteckte Systemdateien oder Dateisystemprobleme | Systemschutz und Dateisystem kontrollieren |
1. Die häufigsten unsichtbaren Speicherfresser unter Windows
Wenn die Festplatte voll ist, Sie im Explorer aber keine entsprechend großen Dateien finden, sind häufig geschützte Windows-Dateien oder Systembereiche beteiligt. Diese Dateien werden nicht ohne Grund ausgeblendet: Einige davon sind für Windows notwendig und sollten nicht manuell gelöscht werden.
| Kategorie | Speicherort / Dateiname | Wofür wird der Speicher verwendet? |
|---|---|---|
| Ruhezustand | C:\hiberfil.sys |
Speichert Systeminformationen für den Ruhezustand und kann mehrere Gigabyte groß sein. |
| Schattenkopien | System Volume Information | Enthält unter anderem Daten für Wiederherstellungspunkte. Der tatsächliche Speicherbedarf hängt von der Konfiguration ab. |
| Virtueller Arbeitsspeicher | C:\pagefile.sys |
Windows verwendet die Auslagerungsdatei als Ergänzung zum physischen Arbeitsspeicher. |
| Windows-Komponentenspeicher | C:\Windows\WinSxS |
Enthält Windows-Komponenten, die unter anderem für Updates, Wartung und Wiederherstellung benötigt werden. |
| Anwendungsdaten | AppData |
Programme, Browser und Spiele speichern dort Cache-, Profil- und Anwendungsdaten. |
| Temporäre Dateien | %temp% |
Temporäre Installations-, Programm- und Arbeitsdateien können sich mit der Zeit ansammeln. |
WinSxS im Explorer
größer wirken kann als der tatsächlich zusätzlich belegte Speicher,
weil Windows dort unter anderem mit Hardlinks arbeitet.
Die reale Größe lässt sich mit DISM genauer analysieren.
Microsoft: Tatsächliche Größe des WinSxS-Ordners bestimmen
.
- Malware: Schadsoftware kann im Einzelfall große Mengen an Dateien, Protokollen oder anderen Daten erzeugen. Bei ungewöhnlichem Verhalten ist deshalb ein vollständiger Windows-Sicherheits-Scan sinnvoll.
- Versteckte Anwendungsdaten: Browser, Spiele und Programme können in AppData große Cache- oder Profildateien speichern.
- Dateisystemfehler: Wenn Windows belegten und freien Speicher offensichtlich falsch anzeigt, kann eine Überprüfung des Dateisystems sinnvoll sein. Eine ausführliche Anleitung finden Sie unter Festplattenfehler unter Windows reparieren .
2. Typische Anzeichen für ein fast volles C-Laufwerk
- Windows zeigt regelmäßig eine Warnung über wenig verfügbaren Speicher an.
- Windows-Updates können nicht heruntergeladen oder vollständig installiert werden.
- Programme können keine temporären Dateien mehr anlegen oder melden fehlenden Speicherplatz.
- Neue Anwendungen oder Spiele lassen sich nicht mehr installieren.
- Im Explorer sind nur wenige große persönliche Dateien sichtbar, obwohl C: nahezu vollständig belegt ist.
Ist C: dagegen schlicht zu klein, obwohl Sie bereits unnötige Dateien entfernt haben, kann eine größere Systempartition die nachhaltigere Lösung sein. In diesem Fall hilft Ihnen auch die Anleitung zum Laufwerk C vergrößern .
Teil 2: Sonderfall – Datenrettung bei RAW- oder Dateisystemfehlern
Ein volles C-Laufwerk bedeutet normalerweise nicht, dass Daten wiederhergestellt werden müssen. Dieser Abschnitt ist nur relevant, wenn Dateien tatsächlich verschwunden sind, eine Partition nicht mehr geöffnet werden kann oder Windows das Dateisystem als RAW anzeigt.
Formatieren Sie ein betroffenes Laufwerk nicht vorschnell, wenn sich darauf noch wichtige Daten befinden. Jede weitere Schreiboperation kann die Chancen auf eine erfolgreiche Wiederherstellung verringern.
Wenn wichtige Dateien fehlen, können Sie zunächst 4DDiG Data Recovery verwenden, um nach wiederherstellbaren Daten zu suchen. Speichern Sie gerettete Dateien anschließend auf einem anderen Laufwerk und nicht auf der betroffenen Partition.
- Unterstützt die Suche nach Fotos, Videos, Word-, Excel- und weiteren Dateitypen.
- Kann neben internen Laufwerken auch USB-Laufwerke, SSDs und SD-Karten scannen.
- Eine Vorschaufunktion hilft dabei, gefundene Dateien vor der Wiederherstellung zu prüfen.
Sicherer Download
Sicherer Download
-
Starten Sie 4DDiG und wählen Sie
Laufwerk C
oder die tatsächlich betroffene Partition für den Scan aus.
-
Warten Sie den Scan ab.
Prüfen Sie anschließend,
ob die gesuchten Ordner und Dateien in den Ergebnissen auftauchen.
-
Nutzen Sie die Vorschau,
wählen Sie die benötigten Dateien aus
und klicken Sie auf Wiederherstellen.
Speichern Sie wiederhergestellte Dateien
unbedingt auf einem anderen Datenträger.
Teil 3: 10 Lösungen, wenn Laufwerk C voll ist, aber kaum Dateien sichtbar sind
Welche Lösung sollten Sie zuerst ausprobieren?
- Sie wissen nicht, was den Speicher belegt: zuerst Einstellungen > System > Speicher prüfen.
- Temporäre Dateien sind groß: mit Weg 2, 4 oder 5 beginnen.
- „System & reserviert“ ist ungewöhnlich groß: Weg 6 und 7 prüfen.
- Die Speicheranzeige erscheint offensichtlich falsch: Dateisystem mit Weg 1 kontrollieren.
- C: ist nach der Bereinigung weiterhin zu klein: Weg 9 oder 10 prüfen.
Weg 1: Dateisystem mit CHKDSK prüfen
CHKDSK ist nicht die erste Methode zum Freigeben von Speicherplatz. Das Windows-Tool ist dann sinnvoll, wenn Sie vermuten, dass ein Dateisystemfehler für eine falsche Speicheranzeige verantwortlich ist.
Öffnen Sie zunächst eine Eingabeaufforderung oder Windows Terminal mit Administratorrechten.
Für eine erste Online-Prüfung eines NTFS-Systemlaufwerks können Sie verwenden:
chkdsk C: /scan
Werden Fehler gefunden,
kann anschließend eine Reparatur mit
chkdsk C: /f
erforderlich sein.
Da C: das Systemlaufwerk ist,
kann Windows die Überprüfung gegebenenfalls
für den nächsten Neustart einplanen.
Der Parameter /r sucht zusätzlich nach fehlerhaften Sektoren
und ist daher deutlich umfangreicher.
Er sollte nicht routinemäßig nur wegen eines vollen Laufwerks ausgeführt werden.
Weitere Informationen zu den Parametern finden Sie bei Microsoft Learn: CHKDSK .
Weg 2: Papierkorb leeren und Speicheroptimierung verwenden
Beginnen Sie mit einer der sichersten Möglichkeiten: Leeren Sie den Papierkorb und prüfen Sie anschließend die Windows-Speicheroptimierung.
Öffnen Sie Einstellungen > System > Speicher und wählen Sie die Speicheroptimierung. Windows kann damit unnötige temporäre Dateien und – abhängig von Ihren Einstellungen – ältere Inhalte aus dem Papierkorb automatisch entfernen.
Kontrollieren Sie die Einstellungen, bevor Sie eine automatische Bereinigung aktivieren. Microsoft weist beispielsweise darauf hin, dass Downloads und Cloud-Dateien nur unter bestimmten konfigurierten Bedingungen berücksichtigt werden.
Mehr dazu: Microsoft: Speicherplatz mit der Speicheroptimierung verwalten .
Weg 3: Versteckte Dateien und Ordner anzeigen
Öffnen Sie den Explorer und wählen Sie unter Windows 11 Ansicht > Anzeigen > Ausgeblendete Elemente. Dadurch werden unter anderem versteckte Benutzerordner sichtbar.
Besonders AppData kann viel Speicher enthalten,
weil Programme dort Cache-, Profil- und temporäre Daten speichern.
Löschen Sie jedoch nicht wahllos komplette AppData-Unterordner.
Entfernen Sie nur Dateien,
deren Zweck Sie eindeutig kennen,
oder verwenden Sie die Bereinigungsfunktion der jeweiligen Anwendung.
Weg 4: Temporäre Dateien im %temp%-Ordner löschen
Drücken Sie Win + R,
geben Sie %temp% ein
und bestätigen Sie mit Enter.
Markieren Sie die nicht mehr benötigten temporären Dateien und löschen Sie sie. Dateien, die Windows oder ein laufendes Programm gerade verwendet, können Sie einfach überspringen.
Prüfen Sie den Papierkorb anschließend ebenfalls, falls die Dateien nicht sofort endgültig gelöscht wurden.
Weg 5: Windows-Systemdateien und Bereinigungsempfehlungen prüfen
Neben normalen temporären Dateien können auch Windows-Update-Dateien, alte Installationsreste oder eine frühere Windows-Version erheblichen Speicher belegen.
Öffnen Sie die Windows-Speichereinstellungen und prüfen Sie die Bereinigungsempfehlungen beziehungsweise Temporäre Dateien. Alternativ können Sie – sofern auf Ihrem System verfügbar – die klassische Datenträgerbereinigung starten und Systemdateien bereinigen wählen.
Prüfen Sie die Auswahl sorgfältig, insbesondere wenn dort eine vorherige Windows-Installation aufgeführt wird. Nach deren Entfernung steht eine einfache Rückkehr zur vorherigen Windows-Version möglicherweise nicht mehr zur Verfügung.
Weg 6: WinSxS richtig analysieren und bereinigen
Löschen Sie niemals Dateien manuell aus
C:\Windows\WinSxS.
Der Ordner ist der Windows-Komponentenspeicher
und wird für Wartung, Updates und andere Systemfunktionen benötigt.
Außerdem kann die im Explorer angezeigte Größe irreführend sein. Prüfen Sie deshalb zunächst die tatsächliche Größe des Komponentenspeichers mit:
Dism.exe /Online /Cleanup-Image /AnalyzeComponentStore
Zeigt Windows an, dass eine Bereinigung empfohlen wird, können Sie anschließend in einer Administrator-Konsole ausführen:
Dism.exe /online /Cleanup-Image /StartComponentCleanup
Microsoft empfiehlt ausdrücklich, WinSxS nicht manuell zu löschen, sondern dafür die integrierten Windows-Werkzeuge zu verwenden: WinSxS-Ordner sicher bereinigen .
Weg 7: Schattenkopien und Wiederherstellungspunkte prüfen
Wiederherstellungspunkte können über längere Zeit einen erheblichen Teil des verfügbaren Speichers beanspruchen. Wie viel Speicher genutzt wird, hängt von Ihrer Systemschutz-Konfiguration ab.
Suchen Sie nach „Wiederherstellungspunkt erstellen“, wählen Sie das Systemlaufwerk und klicken Sie auf Konfigurieren.
Dort sehen Sie, wie viel Speicher für den Systemschutz reserviert ist. Sie können die maximale Belegung anpassen oder alte Wiederherstellungspunkte entfernen.
Wählen Sie den Wert nicht pauschal so niedrig wie möglich: Weniger reservierter Speicher bedeutet auch, dass weniger Wiederherstellungspunkte verfügbar bleiben.
Weg 8: Wiederherstellungspartition richtig behandeln
Dieser Fall ist etwas anders: Manchmal erhält eine kleine OEM- oder Wiederherstellungspartition versehentlich einen Laufwerksbuchstaben. Windows kann dann melden, dass diese Partition fast voll ist.
Wenn Sie sicher festgestellt haben, dass es sich um eine Wiederherstellungspartition handelt, können Sie in der Datenträgerverwaltung den zugewiesenen Laufwerksbuchstaben entfernen.
Wichtig: Dadurch wird kein zusätzlicher Speicher auf C: frei. Es verhindert lediglich, dass eine normalerweise versteckte Recovery-Partition wie ein normales Laufwerk angezeigt wird. Löschen oder formatieren Sie die Wiederherstellungspartition nicht, wenn Sie ihre Funktion nicht eindeutig kennen.
Weg 9: C-Partition mit 4DDiG Partition Manager erweitern
Wenn Sie alle unnötigen Daten entfernt haben, Laufwerk C aber dauerhaft zu klein bleibt, ist eine größere Systempartition häufig sinnvoller als eine ständige Bereinigung.
Haben Sie beispielsweise noch freien Speicher auf Laufwerk D, können Sie den 4DDiG Partition Manager verwenden, um Speicher zwischen Partitionen neu aufzuteilen.
Wenn die Windows-Funktion „Volume erweitern“ nicht verfügbar ist, lesen Sie zusätzlich, warum sich das Laufwerk C unter Windows 11/10 nicht vergrößern lässt .
Eine ausführliche Übersicht über verschiedene Methoden finden Sie außerdem unter Laufwerk C vergrößern .
Weg 10: Festplatte prüfen oder auf eine größere SSD wechseln
Ist die Festplatte technisch in Ordnung, aber schlicht zu klein, kann der Wechsel auf eine größere SSD langfristig die sinnvollste Lösung sein.
Zeigt das Laufwerk dagegen zusätzlich ungewöhnliche Symptome – etwa wiederkehrende Lesefehler, plötzlich verschwindende Dateien oder andere I/O-Fehler – sollten Sie wichtige Daten zunächst sichern und anschließend den Zustand des Laufwerks prüfen.
Ein Hardwaretausch sollte also nicht allein deshalb erfolgen, weil C: voll ist. Entscheidend ist, ob tatsächlich ein Defekt vorliegt oder lediglich die vorhandene Speicherkapazität nicht mehr ausreicht.
Teil 4: Was darf man auf Laufwerk C nicht einfach löschen?
Wenn C: voll ist, wirkt es verlockend, besonders große Systemdateien direkt zu entfernen. Genau das kann Windows jedoch beschädigen. Die folgende Übersicht zeigt, welche häufig gefundenen Dateien Sie nicht manuell löschen sollten.
| Datei / Ordner | Manuell löschen? | Empfohlene Vorgehensweise |
|---|---|---|
C:\Windows\WinSxS |
Nein | Mit DISM beziehungsweise den Windows-Bereinigungsfunktionen verwalten. |
pagefile.sys |
Nein | Von Windows verwalten lassen oder ausschließlich über die Systemeinstellungen konfigurieren. |
hiberfil.sys |
Nicht direkt | Falls Sie den Ruhezustand nicht benötigen, die Funktion über Windows deaktivieren. |
| System Volume Information | Nein | Wiederherstellungspunkte über den Systemschutz verwalten. |
| Windows.old | Nicht einfach im Explorer | Über „Temporäre Dateien“ beziehungsweise Windows-Bereinigung entfernen. |
%temp% |
Meist ja | Temporäre Dateien löschen; gerade verwendete Dateien überspringen. |
| Papierkorb | Ja | Vorher kontrollieren, ob noch benötigte Dateien enthalten sind. |
Kann man hiberfil.sys löschen?
Sie sollten hiberfil.sys nicht manuell löschen. Windows verwendet diese versteckte Systemdatei für den Ruhezustand. Microsoft zufolge entspricht ihre Größe ungefähr der Größenordnung des installierten Arbeitsspeichers, abhängig von der jeweiligen Konfiguration.
Wenn Sie den Ruhezustand bewusst nicht benötigen, lässt er sich über Windows deaktivieren. Beachten Sie jedoch, dass dies auch Auswirkungen auf Funktionen wie den hybriden Standbymodus haben kann.
Offizielle Anleitung: Microsoft: Ruhezustand deaktivieren und erneut aktivieren .
Darf man den WinSxS-Ordner löschen?
Nein. Löschen Sie weder den gesamten WinSxS-Ordner noch einzelne Dateien darin manuell. Dadurch können Windows-Updates, Systemwartung oder sogar der Start des Betriebssystems beeinträchtigt werden.
Verwenden Sie stattdessen
AnalyzeComponentStore
und gegebenenfalls
StartComponentCleanup,
wie in Weg 6 beschrieben.
Teil 5: FAQ – Laufwerk C voll, aber keine Dateien sichtbar
1. Warum ist Laufwerk C voll, obwohl keine großen Dateien sichtbar sind?
Meist wird der Speicher von versteckten Systemdateien, temporären Daten oder geschützten Windows-Bereichen belegt. Dazu gehören unter anderem hiberfil.sys, pagefile.sys, Wiederherstellungspunkte, WinSxS und AppData. Öffnen Sie zuerst Einstellungen > System > Speicher, um die größte Kategorie zu identifizieren.
2. Wie finde ich heraus, was Laufwerk C so voll macht?
Am schnellsten geht das über die Windows-Speicheranalyse. Unter Einstellungen > System > Speicher zeigt Windows den belegten Platz nach Kategorien wie installierte Apps, temporäre Dateien sowie System & reserviert an.
Für eine detailliertere Ordneranalyse können zusätzliche Tools wie WizTree oder WinDirStat hilfreich sein. Löschen Sie gefundene Systemdateien jedoch nicht allein aufgrund ihrer Größe.
3. Was kann ich gefahrlos von Laufwerk C löschen?
In der Regel können Sie den Papierkorb, nicht mehr benötigte temporäre Dateien und von Windows vorgeschlagene Bereinigungselemente entfernen. Bei Systemdateien sollten Sie dagegen immer die dafür vorgesehenen Windows-Funktionen verwenden.
4. Warum ist „System & reserviert“ so groß?
Dieser Bereich umfasst mehrere Windows-Funktionen und besteht nicht aus einer einzigen Datei. Dazu können reservierter Speicher, Auslagerungsdatei, Ruhezustandsdatei und weitere Systemkomponenten gehören. Prüfen Sie deshalb die einzelnen Ursachen, bevor Sie Einstellungen verändern.
5. Warum wird nach dem Löschen von Dateien kein Speicherplatz frei?
Häufig befinden sich die Dateien noch im Papierkorb, oder der belegte Speicher stammt aus einem anderen Bereich. Prüfen Sie deshalb zunächst den Papierkorb und aktualisieren Sie anschließend die Speicheranzeige unter Einstellungen > System > Speicher.
Auch Wiederherstellungspunkte, temporäre Dateien und Systemdateien können erklären, warum der freie Speicher kaum zunimmt.
6. Warum ist Laufwerk C voll, obwohl Laufwerk D noch viel Platz hat?
C: und D: sind getrennte Partitionen oder Laufwerke. Freier Speicher auf D: wird C: nicht automatisch zur Verfügung gestellt. Wenn beide Partitionen auf demselben Datenträger liegen, kann eine Neuaufteilung des Speicherplatzes möglich sein.
7. Sollte ich Laufwerk C bereinigen oder vergrößern?
Bereinigen Sie C: zuerst, wenn hauptsächlich temporäre Dateien, alte Updates oder nicht mehr benötigte Anwendungen den Speicher belegen. Ist die Systempartition dagegen dauerhaft zu klein, obwohl unnötige Dateien bereits entfernt wurden, ist eine Vergrößerung meist nachhaltiger.
8. Was tun, wenn Windows den belegten Speicher falsch anzeigt?
Prüfen Sie zunächst Schattenkopien, versteckte Systembereiche und die Windows-Speicheranalyse. Besteht weiterhin eine deutliche Abweichung, können Sie das Dateisystem mit CHKDSK überprüfen.
9. Kann eine volle Festplatte den PC langsamer machen?
Sehr wenig freier Speicher auf dem Systemlaufwerk kann Windows und Anwendungen beeinträchtigen. Unter anderem benötigen Updates, temporäre Dateien und verschiedene Systemprozesse zusätzlichen freien Speicher.
10. Wann brauche ich eine Datenrettungssoftware?
Nicht allein deshalb, weil Laufwerk C voll ist. Datenrettung wird erst relevant, wenn Dateien tatsächlich verschwunden sind, eine Partition nicht mehr zugänglich ist oder ein Dateisystemproblem wie RAW vorliegt.
Fazit
Wenn Laufwerk C voll ist, obwohl im Explorer kaum Dateien sichtbar sind, sollten Sie nicht sofort große Systemordner löschen. Finden Sie zuerst über Einstellungen > System > Speicher heraus, welche Kategorie den Platz tatsächlich belegt.
Häufig liegen die Ursachen in temporären Dateien, AppData, Schattenkopien, Wiederherstellungspunkten, hiberfil.sys, pagefile.sys oder dem Windows-Komponentenspeicher. Für diese Bereiche gibt es jeweils sichere Windows-Funktionen zur Analyse und Verwaltung.
Reicht eine Bereinigung dauerhaft nicht aus, weil die Systempartition schlicht zu klein ist, können Sie anschließend prüfen, ob sich Laufwerk C vergrößern oder die vorhandene SSD durch ein größeres Modell ersetzen lässt.
Treten dagegen zusätzlich verschwundene Dateien, ein RAW-Dateisystem oder Zugriffsprobleme auf, sollten Sie wichtige Daten zuerst sichern oder wiederherstellen, bevor Sie formatieren oder umfangreiche Reparaturen durchführen.